Der Begriff „Nachhaltigkeit“ in seiner eigentlichen Bedeutung wird schon vielen Jahren in manchen wirtschaftlichen Bereichen verwendet. Um kostbare Ressourcen an Wasser, Rohstoffen, Tieren oder Pflanzenprodukten zu schonen, ist nachhaltiges Wirtschaften unabdingbar. Forstwirte waren die Ersten, die in der Bewirtschaftung ihrer Wälder auf Nachhaltigkeit setzten. Sie fällten regelmäßig nicht mehr Bäume, als nachgepflanzt werden konnten, um so den Rückgang des Baumbestandes zu verhindern. In der Fischwirtschaft gelten Vorschriften, wie viele Tonnen jede Nation fangen darf, und bis zu welcher Größe die jungen Fische wieder ins Meer zurückgebracht werden müssen.

Ganz besonders ist das Thema „Nachhaltigkeit“ in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, als sich herausstellte, dass die Öl- und Gasreserven nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, und dass die Verwendung von Atomkraft unbeherrschbare Risiken birgt. Ressourcen wie Öl oder Gas werden für die Herstellung von Energie und Kraftstoffen dringend benötigt. Die Erkenntnis, dass die Vorräte an diesen Energielieferanten in absehbarer Zeit verbraucht sein werden, hat zu einem Umdenken geführt. Andere Rohstoffe und Quellen für die Produktion von Strom oder Benzin müssen gefunden werden. Dabei stehen nachhaltige Ressourcen an erster Stelle. Die bis vor kurzen noch bevorzugte Atomkraft ist durch viele Störfälle, nicht zuletzt durch die Katastrophe in Japan, als zu gefährlich eingestuft worden. Während lange Zeit vor allem Atomkraftwerke gebaut wurden, um den stetig steigenden Energiebedarf zu decken, setzen die Stromproduzenten in Deutschland nunmehr auf ungefährliche Solaranlagen oder Windkraftanlagen.

Zu den nachhaltigen Ressourcen für die Stromproduktion gehören Wind, Wasser, Sonne und Erdwärme. Diese Stoffe stehen unbegrenzt zur Verfügung. Wind weht in vielen Teilen der Erde immer, die Sonne scheint gerade in südlichen Ländern ausdauernd und Wasser ist in Flüssen und den Meeren reichhaltig vorhanden. Andere nachhaltige Ressourcen sind pflanzliche Stoffe. Pflanzen wie Mais, Miescanthus, ein Art des Riesen-Chinaschilfs, oder Holz können immer wieder angepflanzt werden, um als Energielieferanten verwendet zu werden. Sie werden in Biogasanlagen zu Strom oder Kraftstoffen umgewandelt.

Noch sind die Probleme, die eine flächendeckende Versorgung mit Energie aus nachhaltigen Rohstoffen verhindern, nicht gelöst. Es fehlt vor allem an Speicherkapazitäten für den Strom aus den Wind- und Solaranlagen und an einem leistungsstarken Leitungsnetz, das die produzierte Energie aus den nachhaltigen Quellen sicher dorthin befördert, wo sie gerade benötigt wird.

Tipp: Bei www.ahau.at finden Sie viele Infos zu einem nachhaltigen Leben

Bild: Ich-und-Du / pixelio.de